Nur weil sich die Betrunkenen nicht beherrschen können

Das nächste wird übrigens am FR und SA (03. & 04.DEZEMBER) stattfinden. Wieder im UT Kino, wieder ab 20h, diesmal zwar höchstwahrscheinlich ohne Gast, aber mit einer Menge gutem Stoff. Independent, Fun, Trailer und Kurzfilme am Freitag, Retro am Samstag. Näheres in den nächsten Wochen.
hallo
kurzentschlossen und wie versprochen gehen wir in die letzte runde dieses jahres mit einem neuen splatterday night feevr
und wieder im doppelpack
FR 03.12. und SA 04.12.
start jeweils um 20:00h bis open end
das programm für FR steht noch nicht ganz. sicher sind:
A) KILLERBUS Director`s Cut - Weltpremiere
B) HERRING - eine saarländische anarcho-party-abgeh-komödie, die HERR DER RINGE (man beachte die subtile titelannäherung) in nichts nachsteht - Weltpremiere
das programm für SA steht schon im wesentlichen - und zwar im zeichen des/der zombies. kleine abänderungen / abweichungen sind vorprogrammiert.
A) SHAUN OF THE DEAD - deutsche Fassung
B) drei weitere altgediente Back to the roots-All Time Zombie-Klassiker mit partypower-garantie
karten gibts ca 1 woche vorher im UT und in der allseits bekannten Videothek unserer Wahl. Preis für FR noch nicht sicher, weil programm noch nicht komplett . Preis für SA: 15,00 Euro (teuer, weil uns der Verleih von SHAUN OF THE DEAD nackisch macht!)
rührt die werbetrommel, es soll wieder so fein wie sonst werden.
bis bald
dazu ist zu sagen, death: download ist von denen, die uns auch schon klassiker wie die killersocks brachten, joa und subconcious hab ich daheim aber noch nicht geguckt, beim drüberklicken sah er schon derb und auch geschmackssache ("künstlerisch") aus.Und noch was: am Fraitag, den 01.04.05 ist nochmal Splatterday Night Fever angesagt. Kein Aprilscherz.
Gezeigt wird:
SUBCONSCIOUS CRUELTY
Deutsche Erstaufführung in dieser Fassung.
Dieses Kleinod durfte bisher nur in Japan veröffentlicht werden, da der Rest der Welt sich nicht recht zutraute, seine Bevölkerung damit zu konfrontieren. Das Thema des Films: Tabus auf der Leinwand und "Wie breche ich diese Tabus?" In mehreren Episoden wird teils künstlerisch-expressionistisch, teils experimentell, immer aber auf die Details des Gore bedacht, Kino in extremster Form gezeigt. Wirklich: zu sehen ist eine der grausamsten Szenen der Filmgeschichte. Wirklich: nur für Leute über 18 (es wird streng kontrolliert) und für leute, die einen guten Magen haben! gezeigt wird die Originalversion mit deutschen Untertiteln. Und für alle Quängler: es wird nicht besonders viel gesprochen, also nicht meinen, es artet in einen Lesewettbewerb aus. Und wirklich: der Film lief auf dem Fantasy Filmfest vor drei Jahren jeweils mit einer Warnung der Veranstalter, die alle im Saal lachend in den Wind schlugen. Und doch war schon nach der Hälfte des Films das Kino nur noch 60% dessen, was am Anfang auf den Sitzen Platz nahm.
DEATH: DOWNLOAD
Weltpremiere.
Ein neuer Stern am Independent Himmel, der eine lange, lange und schwierige Produktionszeit hatte und nun mit - für eine Undergroundproduktion - immens aufwendigen digitalen, aber auch handmade blutigen FX aufwartet, dass sowohl Action-, als auch Splatterfans nicht zu kurz kommen, dabei aber nie aus den Augen verliert, eine augenzwinkernde Hommage an Heldenfilme zu sein. Immer ernst genug, um zu unterhalten, und auch immer witzig genug, um nicht unfreiwillig komisch zu wirken.
STORY: Was würde passieren, wenn ein Mann die Macht hätte, jeden Computer dieser Welt zu kontrollieren? Was würde passieren, wenn er diese Macht missbraucht? Wer könnte diesen Mann aufhalten?
In der nahen Zukunft... Herrmann Wagner glaubt sich am Ziel seiner Träume: Nach der Übernahme des Software-Konzerns SCYNETECH beginnt er sofort damit, V.M.E. 3000, das ultimative Programm zur Kontrolle des Internets, zu entwickeln. Sobald das Programm läuft, wird er die Kontrolle über nahezu jeden Computer auf der Welt erlangen. Nur Martin Talman, sein ehemaliger Bodyguard, der die Seiten gewechselt hat, kann Wagners irre Pläne noch durchkreuzen. Zusammen mit der klugen und bezaubernden Karen Benedikt, die die Gefährlichkeit von V.M.E. 3000 erkannt hat, und einer kleinen Gruppe von verwegenen Kämpfern dringt er in die Softwarefabrik ein. Dort kommt es zu einem gnadenlosen Showdown!
Das Produktionsteam, sowie der Regisseur werden anwesend sein und euch Rede und Antwort stehen.
Weiterhin Kurzfilm & Trailerprogramm (wild, wahnsinnig und witzig).
Ein weiterer Film wird demnächst bekannt gegeben.
MURDER-SET-PIECES
Das ideale Kontrastprogramm. Angekündigt war obiger Film als „skandalöses Meisterwerk, das jegliche Grenzen überschreitet und Tabus bricht. Der erste US-Horrorfilm mit NC-17-Rating.“ Vier Kopierwerke (inklusive Technicolor & Co.) haben es abgelehnt, von dem Streifen Kopien zu ziehen, und sechs Editoren haben sich entsetzt abgewandt, bevor der siebente sich dazu herabließ, den Film zu schneiden. Soweit die vollmundige Werbung. Und MURDER-SET-PIECES entpuppt sich als der wohl abstoßendste und scheußlichste Haufen Zelluloidmüll, den ich je auf einer Leinwand bewundern durfte. Und falls es jemand missverstehen sollte: DAS IST KEIN LOB!
Nick Palumbo, den die Welt zuvor nur als Regisseur eines kleinen Indie-Films namens NUTBAG (von dem ich bisher glücklicherweise verschont blieb) kannte, wollte einen kontroversen Serienkiller-Streifen schaffen, bleibt dabei aber in seiner eigenen kleinen, engstirnigen Welt stecken, in der es storymäßig nur zu einer armseligen Kopie von AMERICAN PSYCHO reicht. Als Ausgleich, wie so oft, muss das Make-Up-Department herhalten: Der „Fotograf“ ist ein psychopathischer Frauenmörder, der sich seine Opfer auf den schäbigen Straßen von Las Vegas sucht. Wenn er keine Dirnen aufschlitzt, fährt er im Auto durch die gar nicht so glitzernde Spielerstadt, um seine potentiellen Opfer zu erspähen, oder (wenn er grad keinen Bock auf Autofahren hat) betreibt wie weiland Patrick Bateman ein körperstählendes Workout mittels Hanteln. Und weil’s in AMERICAN PSYCHO mit dem Symbolismus so gut funktioniert hat, sucht sich MURDER-SET-PIECES seine eigenen unheilschwangeren Idole – statt 80er Jahre-Popmusik instrumentalisiert Regisseur Palumbo unfassbar dämliche Holzhammer-Ideologie und lässt den „Fotografen“ sein Fitnesstraining bei laufendem TV absolvieren, auf dessen Bildschirm in Dauerschleife Leni Riegenstahls TRIUMPH DES WILLENS seine Runden dreht. Hitlergruß trifft schweißnassen Bizeps in gewagter Schnitt-/Gegenschnitt-Montage … auweia! Logischerweise ist der Killer auch noch deutscher Abstammung, spricht akzentfreies, nicht untertiteltes Deutsch, wenn er seine Nutten quält und hatte als Kind ein ganz hartes Los. Ansonsten war’s das mit der Story … Autofahren/Killen/Workout/Killen/Autofahren/Killen/Killen/Workout/Killen etc. etc.
Bei den Mordszenen dreht Palumbo dann richtig auf. Man stelle sich vor, Andreas Bethmann hätte eine 35mm-Kamera in die Hand bekommen und wäre versucht, seinen bisherigen Output in punkto Frauengewalt zu übertreffen. Das Ergebnis ist MURDER-SET-PIECES. Frauen werden an Stühle genagelt, minutenlang per Rasiermesser gefoltert, per Kettensäge zerlegt, erschlagen, erdrosselt, ertränkt … und nachdem der „Fotograf“ die bereits toten Opfer noch eine Ewigkeit weiterpenetriert (!) hat, sitzt er nach dem finalen Erguss auch schon mal in der Ecke und zieht mit den Zähnen lange Fleischfetzen aus dem arm- und beinlosen Torso. Als wäre das nicht Tabubruch genug, knallt der Regisseur nach etwa einer Stunde Laufzeit völlig durch und lässt den Killer Jagd auf kleine Kinder machen. Zu Halloween pflastert der Psychopath die Stadt mit Kinderleichen, und der Zuschauer wird schon mal Zeuge, wie ein zehnjähriges blondes Mädchen am Kopf gepackt, hochgezogen und dann frontal aufgeschnitten wird. Irgendwo hört’s dann wirklich mal auf …
Wenn dieser Tabubruch im Namen der freien Meinungsäußerung wenigstens noch ein Anliegen hätte, böte sich vielleicht noch eine klitzekleine Chance, diesen Film zu rechtfertigen. Aber all das Gemetzel ist so widerwärtig gleichgültig in Szene gesetzt und so exploitativ aufgedröselt, dass es dieses Machwerk von vornherein disqualifiziert. Was Tony Todd und Gunnar Hansen zu kleinen Cameos in MURDER-SET-PIECES bewogen haben soll, ist mir völlig schleierhaft. Ich vermute, sie haben den Film wohl nie ganz gesehen. „Leatherface“ Hansen darf übrigens einen Altnazi spielen, der dem „Fotografen“ unter aufgespannter Hakenkreuzflagge eine Pistole verkauft. Ja, tatsächlich … so subtil ist der Film.
Das Teil dürfte wohl demnächst als Import von irgendwoher zu haben sein – eine offizielle Veröffentlichung dieser derart plumpen Blutoper hierzulande steht nicht zu befürchten. Und selbst wenn, würde uns MURDER-SET-PIECES dann auch nicht allzu lange behelligen. Ich könnt’s irgendwie verstehen...
Hört sich doch echt gut anZymbo hat geschrieben:hier mal ein (wenig begeistertes) review zu murder-set-pieces (*autsch* klingt übel):
MURDER-SET-PIECES
Das ideale Kontrastprogramm. Angekündigt war obiger Film als „skandalöses Meisterwerk, das jegliche Grenzen überschreitet und Tabus bricht. Der erste US-Horrorfilm mit NC-17-Rating.“ Vier Kopierwerke (inklusive Technicolor & Co.) haben es abgelehnt, von dem Streifen Kopien zu ziehen, und sechs Editoren haben sich entsetzt abgewandt, bevor der siebente sich dazu herabließ, den Film zu schneiden. Soweit die vollmundige Werbung. Und MURDER-SET-PIECES entpuppt sich als der wohl abstoßendste und scheußlichste Haufen Zelluloidmüll, den ich je auf einer Leinwand bewundern durfte. Und falls es jemand missverstehen sollte: DAS IST KEIN LOB!
Nick Palumbo, den die Welt zuvor nur als Regisseur eines kleinen Indie-Films namens NUTBAG (von dem ich bisher glücklicherweise verschont blieb) kannte, wollte einen kontroversen Serienkiller-Streifen schaffen, bleibt dabei aber in seiner eigenen kleinen, engstirnigen Welt stecken, in der es storymäßig nur zu einer armseligen Kopie von AMERICAN PSYCHO reicht. Als Ausgleich, wie so oft, muss das Make-Up-Department herhalten: Der „Fotograf“ ist ein psychopathischer Frauenmörder, der sich seine Opfer auf den schäbigen Straßen von Las Vegas sucht. Wenn er keine Dirnen aufschlitzt, fährt er im Auto durch die gar nicht so glitzernde Spielerstadt, um seine potentiellen Opfer zu erspähen, oder (wenn er grad keinen Bock auf Autofahren hat) betreibt wie weiland Patrick Bateman ein körperstählendes Workout mittels Hanteln. Und weil’s in AMERICAN PSYCHO mit dem Symbolismus so gut funktioniert hat, sucht sich MURDER-SET-PIECES seine eigenen unheilschwangeren Idole – statt 80er Jahre-Popmusik instrumentalisiert Regisseur Palumbo unfassbar dämliche Holzhammer-Ideologie und lässt den „Fotografen“ sein Fitnesstraining bei laufendem TV absolvieren, auf dessen Bildschirm in Dauerschleife Leni Riegenstahls TRIUMPH DES WILLENS seine Runden dreht. Hitlergruß trifft schweißnassen Bizeps in gewagter Schnitt-/Gegenschnitt-Montage … auweia! Logischerweise ist der Killer auch noch deutscher Abstammung, spricht akzentfreies, nicht untertiteltes Deutsch, wenn er seine Nutten quält und hatte als Kind ein ganz hartes Los. Ansonsten war’s das mit der Story … Autofahren/Killen/Workout/Killen/Autofahren/Killen/Killen/Workout/Killen etc. etc.
Bei den Mordszenen dreht Palumbo dann richtig auf. Man stelle sich vor, Andreas Bethmann hätte eine 35mm-Kamera in die Hand bekommen und wäre versucht, seinen bisherigen Output in punkto Frauengewalt zu übertreffen. Das Ergebnis ist MURDER-SET-PIECES. Frauen werden an Stühle genagelt, minutenlang per Rasiermesser gefoltert, per Kettensäge zerlegt, erschlagen, erdrosselt, ertränkt … und nachdem der „Fotograf“ die bereits toten Opfer noch eine Ewigkeit weiterpenetriert (!) hat, sitzt er nach dem finalen Erguss auch schon mal in der Ecke und zieht mit den Zähnen lange Fleischfetzen aus dem arm- und beinlosen Torso. Als wäre das nicht Tabubruch genug, knallt der Regisseur nach etwa einer Stunde Laufzeit völlig durch und lässt den Killer Jagd auf kleine Kinder machen. Zu Halloween pflastert der Psychopath die Stadt mit Kinderleichen, und der Zuschauer wird schon mal Zeuge, wie ein zehnjähriges blondes Mädchen am Kopf gepackt, hochgezogen und dann frontal aufgeschnitten wird. Irgendwo hört’s dann wirklich mal auf …
Wenn dieser Tabubruch im Namen der freien Meinungsäußerung wenigstens noch ein Anliegen hätte, böte sich vielleicht noch eine klitzekleine Chance, diesen Film zu rechtfertigen. Aber all das Gemetzel ist so widerwärtig gleichgültig in Szene gesetzt und so exploitativ aufgedröselt, dass es dieses Machwerk von vornherein disqualifiziert. Was Tony Todd und Gunnar Hansen zu kleinen Cameos in MURDER-SET-PIECES bewogen haben soll, ist mir völlig schleierhaft. Ich vermute, sie haben den Film wohl nie ganz gesehen. „Leatherface“ Hansen darf übrigens einen Altnazi spielen, der dem „Fotografen“ unter aufgespannter Hakenkreuzflagge eine Pistole verkauft. Ja, tatsächlich … so subtil ist der Film.
Das Teil dürfte wohl demnächst als Import von irgendwoher zu haben sein – eine offizielle Veröffentlichung dieser derart plumpen Blutoper hierzulande steht nicht zu befürchten. Und selbst wenn, würde uns MURDER-SET-PIECES dann auch nicht allzu lange behelligen. Ich könnt’s irgendwie verstehen...